in GRÜN sind auch
Hinweise für den
Figuranten |
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Thermische Schädigung
durch elektrisch geleitete Energie, oder Blitz |
| Entsteht |
- durch Kontakt mit geleitetem, auch überspringendem Strom
oder Blitz
- in der Natur, im Haushalt, bei der Arbeit, im Dienst, im Spiel, in der
Freizeit und beim Sport |
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Verursacher
können sein |
- Schwachstrom, Drehstrom Niedervoltspannung weniger als 1000 V
Steckdosen, Kabel im Haushalt und am Arbeitsplatz
- Starkstrom Hochspannung mehr als 1000 V
Freileitungen
- Blitzschlag
.
- mit möglichen Begleitverletzungen |
Charakteristische
Merkmale |
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bei direktem Kontakt mit Schwach- Drehstrom Niederspannung
230 V Wechselstrom im Haushalt, Hobbyraum, Werkstatt, Büro
400V 3-phasen Wechselstrom / Drehstrom |
* Flexionskontraktur, eine
(Gelenkversteifung) kann zu
Luxationen und Frakturen führen.
Starrkrampfartiger (tetanischer)
Krampf der Extremitäten-
muskulatur ist ein nicht
loslassen können der
Stromquelle [Pfötchenstellung]
Nur mit grossem Kraftaufwand lassen sich die zur Faust einge-
krallten Finger strecken.
Schmelz-Sicherungen
| • grün |
6 A |
| • rot |
10 A |
| • grau |
16 A |
| • blau |
20 A |
| • gelb |
25 A |
| • schwarz |
35 A |
| • weiss |
50 A |
** Vorhofflimmern ist eine
Herzrhythmusstörung.
Es kommt zu ungeordneten
elektrischen Impulsen der
Vorhöfe mit mehr als 300
Erregungen pro Minute.
Aufgrund der Belastung
kann das Herz seine
Funktion nicht mehr richtig
wahrnehmen.
Die Herzleistung nimmt ab. |
Verursacher sind meistens
- defekte Kabel oder Apparate im Haushalt und der Werkstatt
- Arbeitsunfälle
- Strom in der Badewanne
- allgemeine Unvorsichtigkeit, durchschneiden von Kabel
fahrlässiges Handeln etc.
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Berührt man einen spannungsführenden Teil, kommt es bei ausreichend hoher Spannung und niedrigem Widerstand zu einem elektrischen Stromfluss, einer Wärmeentwicklung und der damit verbundenen Verbrennung.
- Bei direktem Kontakt verursachen Niedervoltverletzungen, wenn überhaupt, kleinflächige III° Verbrennungen, die spontan unter Narbenbildung ausheilen.
- Demnach stehen vitale Schäden im Vordergrund.
- * Ab einer Stromstärke von - 25 mA kann es bereits
zur Verkrampfung der Muskulatur,
- zur tetanischen Kontraktur der Atemmuskulatur, einer eingeschränkten Funktionsfähigkeit führen
- Am Herzen treten Rhythmusstörungen auf, ** Vorhofflimmern (erhöht die Gefahr eines Schlaganfalls) und Herzstillstand können folgen. Ursache dafür ist die ungünstige Stromfrequenz von 50 Hz
.
- Ab etwa - 80 mA - Wechselspannung kann Kammerflimmern ausgelöst werden.
- kleinflächige Strommarken kennzeichnen die Ein- und Austrittsstelle.
Grauweisse, rundliche, zentral eingesenkte Hautverletzung, (Verbrennung)
- Hautrötung an der Stelle des Stromeintritts.
- Sie zeigen immer die Richtung des Stromflusses an.
- * Muskelkontraktionen können Frakturen oder Luxationen verursachen.
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- Beim Stromunfall in der Badewanne sind keine Strommarken vorhanden.
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- Auch durch Reflexreaktionen können Begleitverletzungen mechanischer Art wie Frakturen, Luxationen, Platzwunden oder Prellungen einbezogen werden.
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bei direktem Kontakt mit Starkstrom Hochspannung
durch die hohe Spannung bedingt, sind Flammen- resp. Lichtbogen-Verletzungen einzubeziehen |
* Flexionskontraktur, siehe oben |
Verursacher können sein
- Unwetter, tech. Fehler, herabhängende Freileitungen
- Arbeitsunfälle bei der Eisenbahn oder im Gelände
- Spielzeugdrachen
- Unachtsamkeit auf Baustellen
- Mutproben, meistens durch Jugendliche
- Militär-, Sportunfälle
- Suizidversuche
.
Im Hochspannungsbereich findet vielfach, wie beim Blitzereignis, keine direkte Berührung mit spannungsführenden Teilen statt. Es tritt ein Stromfluss bereits vor einer möglichen Leiterberührung durch einen Flammenbogen (Überschlag) auf.
Da die Entladungswärme im Lichtbogen sehr heiss ist, kommt es schlagartig zu starken thermischen Schäden im Bereich des Stromeintritts- bzw. Stromaustrittpunktes.
siehe jedoch Anmerkung der Verletzungsmechanismen
.
- bei direktem oder indirektem Stromkontakt sind massive Stromeintritts- und Austrittsstellen vorhanden
- und als Zeichen des Stromflusses durch den Körper ausgedehnte Gewebeschädigungen (ausgeprägt sind Muskelnekrosen) typisch.
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- Amnesie (zeitlicher oder inhaltlicher Erinnerungsverlust)
- Epilepsie (Krampfanfall, eine plötzliche, unwillkürliche Verhaltens- oder Befindesstörung sind charakteristisch.
- Schockphase ist gewiss.
- * Starrkrampfartige (tetanische) Krämpfe der Extremitätenmuskulatur sind typisch.
- Am Herzen treten Rhythmusstörungen auf, Kammerflimmern und Herzstillstand können folgen.
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bei der Blitzverletzung direkt oder indirekt
eine Sonderform des Hochspannungsunfalls |
| Überleben beim Blitzschlag
ist möglich.
Das liegt an der kurzen Einwirks-
zeit des Blitzes auf den Organ-
ismus.
Die Haut kann in diesen
Bruchteilen von Sekunden der
Einwirkung nicht durch-
schlagen werden. Somit fliesst
der Strom an der Oberfläche
der Haut ab, wodurch es so zu
dem Farnkraut-muster auf
der Haut kommt. |
- Verletzungen in Form einer Blitzeintritts- und -austrittsmarke ähneln dem Hochspannungsunfall. Gräulich weisse-gelbe Hautläsionen
- ein Farnkrautmuster in den Schweissrinnen ist dagegen typisch.
- Siehe Hochspannung
.
- mechanische Begleitverletzung durch die Druckwelle
(40-60 Atmosphären) möglich
- das Überspringen bei indirekter Blitzeinwirkung passiert durch die Schrittspannung, was ein gleichzeitiger Anfall mehrere Blitzschlagopfer erklärt.
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drei Verletzungsmechanismen sind zu unterscheiden: |



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- Alle Starkstrom- oder Blitzverletzte haben ein kurzes, im Extremfall
bis 24 Std. anhaltendes Koma zur Folge.
- Ein- und Austrittsmarken, eine gräulich weisse Hautläsionen mit wallartig aufgeworfenem Rand sind typisch. Sie zeigen immer die Richtung des Stromflusses an.
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- Bei einer Flammenbogenverletzung über 15'000V
- Distanz zur Stromquelle weniger als 1 m, kann Strom auf den Körper
"überspringen" und fliessen.
- ist meist nur eine Eintrittsmarke erkennbar
typischerweise an Hand- Ellenbogengelenk oder in der Achselhöhle.
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- Thermale Verletzungen durch die Hitze eines Lichtbogens.
Die Verletzungen kommen durch die Hitze von 4000 bis 10'000°C im Lichtbogen zu Stande. Strom fliesst nicht durch den Körper.
Daher treten auch keine stromspezifischen Komplikationen auf.
Es handelt sich um "gewöhnliche" thermale Verbrennungen.
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| I° |
epidermal |
Rot - trockener Wundgrund - Haare halten |
schmerzhaft |
| II° |
oberflächlich dermal |
Rot - Blase - feuchter Wundgrund - Haare halten |
sehr schmerzhaft |
| II° |
tief
dermal, der Subkutis nahen Schicht |
Rot - weisse Stellen, Verbrennungsschorf - Blase - feuchter oder trockener Wundgrund - Haare halten schlecht. Strommarken sichtbar. |
schmerzhaft |
| III° |
knapp
betrifft alle Hautschichten |
Weiss - Rot - bis Schwarz - trockener Wundgrund - angekohlte und verkohlte Haut bis in die tieferen Gewebe.
Die Haut kann durch die Brandeinwirkung aufplatzen und sich ablösen. (Elektrolyse)
An den Brandrändern sind in der Regel I° und II° Grad-Verbrennungen erkennbar - Haare halten nicht oder sind verkohlt. Strommarken sichtbar. |
schmerzlos |
| III° |
tief
reicht bis zur Muskulatur |
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Die Tiefe einer Verbrennung,
begleitet von vitalen Schäden
sind abhängig von |
der Stromstärke (Ampère)
der Dauer des Stromflusses
der Stromart (Wechsel-, Gleichstrom)
der Kontaktfläche
dem Stromweg durch den Körper |
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| Harmlos |
sind Schädigungen, die sich kaum sichtbar zeigen, auf kleine Regionen beschränkt sind und die Vitalfunktionen nicht beeinträchtigen. |
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| Bedrohlich |
sind Schädigungen, die umfangreich Körperteile bis zur Zerstörung treffen und die Vitalfunktionen psychischer und körperlicher Natur stark beeinträchtigen oder ausschalten.
Dazu sind Begleitverletzungen mit einzubeziehen. |